Drachen, Krokodile und die Claudsch im Stall


Heute regnet es, es ist duster und ich hab seit langer Zeit wieder mal einen Pulli an. Nach dem gestrigen Vorgeschmack auf einen heißen Sommer, ist dieses Wetter richtig erholsam.

Ich genieße die Tage, die ich zuhause verbingen kann sehr. Meine Arbeitszeit kann ich mir größtenteils selbst einteilen und die Arbeitskleidung ist – sagen wir einfach, legerer als gewöhnlich. Die letzten beiden Tage habe ich in Ried gearbeitet und Mika muss nach meinen Arbeitstagen immer sehr viel Papa-Zeit aufholen und ich brauche dann auch immer intensive Mika-Zeit. Das ergänzt sich so gesehen sehr gut und wir hatten echt riesen Spaß zusammen.

Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass auf unserem Dachboden ein Krokodil und in unserem Keller ein Drache wohnt. Ich musste die beiden heute mehrmals suche, konnte sie aber nicht finden. Mika schon – und er hat mir erklärt, die beiden Untiere hätten Angst vor mir und deshalb würden sie sich verstecken, sobald ich in den Keller, respektive Dachboden betrete.
Kindlicher Logik ist meist nichts mehr hinzuzufügen und meine Versuche, meinem Sohn den Unterschied zwischen Fantasie und Realität zu erklären (Der Drache existiert nur in deinem Kopf, in deinen Gedanken. Das nennt man Fantasie) führten bei Mika zu Kopfschmerzen. Nicht, weil er vom Gehörten überfordert gewesen wäre sondern weil der Drache und das Krokodil jetzt eben nicht mehr in Keller und Dachboden, sondern in seinem Kopf wohnen.
Ob Wikipedia weiterhelfen kann? Ich bezweifle es, ehrlich gesagt.

Claudia hat heute mitgeholfen den Schaberlhof für das Hoffest am Sonntag vorzubereiten. Sie durfte den Stall ausmisten und die Scheune kehren und ihr hat’s Spaß gemacht. Der Schaberlhof veranstaltet einmal im Jahr ein faires Frühstück, bei dem sie ihre eigenen Bio-Produkte und viele verschiedenen Fair-Trade Produkte zur Verkostung und zum Kauf anbieten. Würde mich freuen, wenn ich alle dort sehe:

Schaberlhof Ranshofen
Untere Hofmark 70
5282 Ranshofen
Das Faire Frühstück startet um 10:00 Uhr

Hier gibts ein paar Fotos vom Fairen Früstuck 2008

So kommt ihr zum Schaberlhof

Ich werd euch natürlich davon berichten, wenn ihr selbst nicht hinkommen könnt.

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There’s no place like home


Es war eigenartig. Ich kam mir ein wenig vor wie Dorothy im Land des Zauberers, als ich vor einigen Tagen am Westbahnhof ausgestiegen bin und mir wieder ins Gedächtnis gerufen wurde, wie schön es doch zuhause ist.

 

Wir haben es einfach schön hier. Ich liebe den Garten, ich liebe das Haus, ich liebe die geringe Anzahl der Menschen, die sich innerhalb meines Aktionsradius aufhalten. Ganz anders als in der Zeit, in der wir in Krems gewohnt hatten, will ich hier gar nichts anderes haben. Mir geht die Stadt nicht ab, nicht im Geringsten. Das war mir vorletzte Woche schon klar. Da musste ich leider einen geplanten Wien Ausflug absagen und bekam stattdessen sehr netten Besuch in meinen eigenen vier Wänden. Und obwohl es unangenehm war, den Leuten abzusagen und ich es auch schade fand, nicht nach Wien zu kommen, war ein Teil von mir überhaupt nicht enttäuscht darüber, daheim bleiben zu können.

 

Vergangene Woche war es dann doch endlich soweit. Montag, Dienstag wurde noch fleißig gearbeitet, am Mittwoch gings dann auf die meshed 3 nach Linz und von dort aus gleich weiter nach Wien, wo ich mich schon mit einigen Freunden und vielen neuen Bekannten verabredet hatte.

Die Meshed war recht intensiv, bot viel Input und die Gelegenheit viele Menschen hinter den Avataren kennzulernen. Dementsprechend geschlaucht stieg ich dann in den um fast 2 Stunden verspäteten Zug nach Wien und freut mich schon auf einen ruhigen Abend. Was ich daran überhaupt nicht bedacht hatte, war, dass es in Wien keine ruhigen Abende gibt. Jaja, man kann sagen, die Stadt pulsiert. Man kann aber auch behaupten, dass es enorm laut ist, die ganze Zeit – was für ein Stress.

 

Ich bin ein Landei, so viel steht fest und ich schäme mich gar nicht dafür. Ich will auch nicht urteilen über Menschen, die in Städten wohnen, es ist einfach nichts mehr für mich. Früher hatte das Einfahren in Wien immer den Charakter des Nachhausekommens, mittlerweile bin ich hier fremd. Ich find nicht mal den Mischek Tower, wenn man’s mir 5 mal erklärt.

Und ich bin zufrieden damit. Mir gehts gut. Und das ist schön.

 

Das musst auch mal gesagt werden.

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A perfect day


Ja, ich habe ein Loch im Zeigefingernagel meiner linken Hand und es hat höllisch weh getan und troztdem war gestern der schönste Tag seit langer, langer Zeit.

Der Entschluss fiel genau genommen schon vorgestern Abend, als Claudia und ich bei den Ps auf der Terasse saßen und überlegten, wie’s denn jetzt weitergeht. Wir sind aus Burgkirchen geflüchtet, es war nicht mehr auszuhalten. Warum? This is dedicated to all mothers-in-law:

Aber zurück zu unserem Entschluss. Unser süßer Sohn ist gerade am Prügeln und schont dabei weder die Kinder unserer Freunde, zu denen wir geflüchtet waren, noch uns. Gut, wir können damit mehr oder weniger gut umgehen, für 3 bis 6jährige Mädchen ist das schon erheblich schwieriger. Denn in diesem Alter kann man sich wahrscheinlich nicht daran erinnern, dass man vor wenigen Jahren ein ähnliches Verhalten an den Tag gelegt hat und man weiß auch nicht, dass alles wieder zu einem zurück kommt, sonst würde man als geprügeltes Kind sein Schicksal stumm ertragen und sich Gedanken über ausgleichende Gerechtigkeit msachen. Da man das aber von Kindern nicht verlangen kann und sein eigenes Kind auch nicht ständig in die Versuchung führen will, andere zu verhauen unnd sie danach rügen, ermahnen und diesen ganzen Elternkram durchziehen soll, muss man nach Auswegen suchen.

Bin ich schon bei unserem Entschluss? Nein, nicht ganz. Vorher muss ich euch noch ein wenig von den Fortschritten im Haus erzählen.

WAS IST NEU?

Der erste Stock ist ja schon seit ein paar Tagen fertig, das was wir ein Bett nennen steht im Schlafzimmer, das Kinderzimmer ist möbliert und wird bespielt, das Bad soweit geputzt, dass man es getrost benutzen kann.

Der unglaublich schöne Parkettboden (Eiche natur, geölt) ist im ganzen Erdgeschoß verlegt und seit gestern ist die Küche fertig. Nein, fast fertig. Der Herd und die Spüle sind noch nicht angeschlossen, aber ich habe den Kühlschrank schon so befüllt, dass wir zu jeder Tages- und Nachzeit etwas essen und trinken können und das ist auch nötig.

Gestern hat uns nämlich unser Installateur gesagt, dass aus seiner Sicht gar nichts dagegen spreche, den alten Boiler noch in Betrieb zu nehmen. Das war bisher immer das größte Hindernis zum Einzug, ein Leben ohne Warmwasser zu führen, nicht duschen zu können.

DER ENTSCHLUSS

Ja, richtig geraten, wir sind eingezogen. 🙂 🙂 🙂

Ein unglaubliches Gefühl. Seit Ende Jänner sind wir überall nur mehr zu Besuch. Jetzt sind wir endlich zuhause, wir haben endlich wieder in unserem Bett geschlafen und den Tag nach unseren Vorstellungen verbracht. Naja, nicht ganz.

DER UNFALL

Wie bereits erwähnt, ist ja der Herd noch nicht angeschlossen. Das heißt, wenn wir etwas Warmes zu essen wollen, müssen wir auf eher antike Möglichkeiten der Zubereitung zurückgreifen, sprich Grillen. Das geht ohne Feuerstelle aber nicht. Deshalb wollte ich an den Inn gehen und ein paar große Steine besorgen, die ich dann kreisförmig im Garten trapieren wollte, et voila. Da hab ich leider etwas vorschnell gedacht, weil ich nicht eingerechnet hatte, dass manche Steine so schwer sind, dass sie mir den Finger quetschen und einen gewaltigen Bluterguss unster meinem Fingernagel erzeugen können.

Es tat höllisch weh und Alex, die gerade mit Luna und Zora zu Besuch war, führ mich ins Krankenhaus, aber erst nachdem wir die Tischplatten aus dem Auto unseres Tischlers in unsere Küche geschleppt hatten. Ihr merkt schon, die Ereignisse kulminierten zu diesem Zeitpunkt etwas.

Claudsch musste beim Tischler bleiben, Alex packte ihre zwei Töchter zusammen, ich schnappte mir Mika, rief meine Mutter an, dass wir uns beim Krankenhaus treffen und ab die Post.

Die Krankenhaus Geschichte muss ich euch bei Gelegenheit auch nochmal erzählen, das war lustig.

ZUHAUSE

Was zählt ist, dass wir jetzt wieder wo zuhause sind und abends mit einer Flasche Sekt gemeinsam unter dem Sternenhimmel sitzen können und uns darüber freuen können, wie schön wir es haben und noch haben werden.

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The Big Binderberger Job Fail


Es gibt Momente, in denen ich so derart perplex bin, dass ich gar nicht so handeln kann, wie ich gerne möchte. Heute gab es wieder einen dieser Momente.

Die Abmachung

Mein Sicherheitsbedürfnis ist mit einem Wohnbaukredit und einer jungen Familie höher, als ich das von mir gewohnt bin. Der Plan, dass Claudsch und ich einen Halbtagsjob nehmen und in diesem glücklich bis an unser Lebensende arbeiten, ging bisher noch nicht auf. Macht ja nichts, so ein Ziel kann man ja verschieben.
Ich hatte mich auf einige Jobs beworben, stand schon seit Wien in Kontakt mit einer Braunauer Agentur und hatte vor einigen Tagen die Wahl zwischen zwei Engagements als freier Mitarbeiter und einer Fixanstellung bei der Firma Binderberger in Handenberg. Ich war mir nicht sicher, ob ich in meiner Situation (neuer Wohnort, neues Bundesland, wenig Kontakte, Kredit, etc.) wirklich auf meiner Selbsständigkeit beharren sollte und deshalb sehr froh, dass sich die Möglichkeit einer Fixanstellung ergeben hatte.

Ich erbat mir bei der Firma Binderberger eine Woche Bedenkzeit, um meine Möglichkeiten abzuwägen und entschied mich letztendlich für die Stelle bei Binderberger. Mit Herrn G. vereinbarte ich einen Termin für heute 9:00 Uhr, an dem wir das Anstellungsverhältnis fixieren wollten. Am Telefon erklärte er mir auch nochmal, dass Herr Binderberger ihm gegenüber auch sein Interesse an meiner Person bekundet hätte und er sich schon auf Montag freue.

Der Termin

Ich machte mich heute Morgen also auf den Weg nach Fillmannsbach, als mein Telefon klingelte und der Anrufer mir eine Nachricht hinterlies, die mich etwas verstörte. Herrn G.s Stimme war zu hören und sagte mir, dass ich nicht zu kommen brauche, weil die Stelle intern vergeben wird.
Das konnte ich nicht glauben. Vielleicht hatte er sich verwählt oder den falschen Bewerber angerufen. Warum aber dann diese Ausrede. Ich fuhr kurzerhand auf den Parkplatz eines Supermarkts und rief Herrn G. zurück.

Ich meinte, dass ich etwas verwirrt wäre und nicht sicher wäre, ob ich seine Nachricht richtig verstanden hätte. Ich war mir noch immer sicher, dass es sich einfach um ein Missverständnis handelte. Herr G. erwiderte, dass die Stelle an einen Angestellten vergeben wird, der alle Programme beherrscht (viel Vergnügen!)  und deshalb kein Bedarf mehr an meinen Diensten besteht.

Ich glaube, ab hier fing ich zu stottern an. Ich erklärte ihm, dass ich 2 andere Angebote abgeleht habe, um diese Stelle anzunehmen. Diese Darstellung wies er mit er Feststellung zurück, dass ich ihn auch mit meiner Entscheidung warten lies. Die Sache waäre bereits entschieden und nicht mehr zu ändern. Herr G. verabschiedete sich und beendete unser Telefonat.

Der Schock

Toll, jetzt steh ich wieder da ohne Job und mit weniger Optionen als zuvor. Herr G., Herr Binderberger, das war unprofessionell, unhöflich und äußerst schädlich für meine berufliche Laufbahn. Ich bin nicht nur stinksauer, ich stehe wegen Ihrer sehr zweifelhaften Entscheidung, mir eine halbe Stunde vor Vertragsunterzeichnung abzusagen, vor einer gewaltig schwierigen Situation, die mir viele Unannehmlichkeiten bereiten wird.

Das ist inakzeptabel.

UPDATE:

Am 18. April schrieb ich noch folgende E-Mail an Herrn Binderberger und Herrn G., auf die ich leider bis heute keinerlei Antwort bekam:

Sehr geehrter Herr Binderberger,
sehr geehrter Herr Gabriel.

Ich war sehr enttäuscht von Ihrer äußerst kurzfristigen Absage. Sie haben mich dadurch in eine sehr prekäre Situation gebracht.
Sie haben natürlich recht, ich habe mir eine Woche Bedenkzeit erbeten und Sie solange auf meine Entscheidung warten lassen. Ich hoffe, ich habe Ihnen dadurch keine zusätzlichen Personlakosten verursacht oder andere Bewerber verärgert.
Ihre freundliche Einladung zur Fixierung des Arbeitsverhältnisses letzte Woche hatte zur Folge, dass ich alle anderen Angebote abgelehnt habe. Mit der Absage, die weniger als eine halbe Stunde vor unserem Termin kam, konnte ich gar nicht rechnen. Ich habe mich aus 3 konkreten Angeboten für Ihr Unternehmen entschieden, jetzt stehe ich ohne Job da.

Ich erwarte nicht, dass Sie Ihre Entscheidung revidieren, muss Ihnen aber sagen, dass ich Ihr Vorgehen äußerst unprofessionell finde.
Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Nowak

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Was für ein Tag


Ich lasse heute meine Sorgen hinter mir. Ist ja auch alles in Ordnung 😀

Was für ein Tag!

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„Bring sie alle um!“


Wo ist eigentlich die Zeit seit dem letzten Eintrag hingekommen? Die ist durch die kleinen Ritzen zwischen Zahnschmerzen, Arbeit und Baustelle durchgerieselt und liegt jetzt wie Staub in irgendwelchen Universumsecken rum, in die ich nicht mal mit einem Besen komme.

Leichen im KellerAm liebsten würde ich alles auf einmal schreiben…aber…was weiß ich eigentlich noch aus den letzten Wochen? Sie waren hart, für uns alle. Ich habe die Klugscheißerei unserer Helfer nur mehr schwer ertragen und wenn es nach mir gegangen wäre, hätten die alle gehen können, Claudia gleich mit. Ich durfte ihr gegenüber nicht mal mehr den kleinsten Hauch einer Kritik an unseren Helfern äußern, ohne dass ihr der Kragen geplatzt wäre. Jede Entscheidung, die ich traf, wurde angezweifelt und das Gegenteil war das, was wir tun sollten. Es war nicht mehr zum Aushalten. Ja, ich weiß, dass das nur meine Wahrnehmung und der Stress war, zumindest weiß ich das teilweise. Trotzdem wäre die Situation oft beinahe eskaliert und ich ertappte mich beim Nachdenken, ob es nicht doch besser gewesen wäre in Wien zu bleiben. Und die kleine, mächtige Stimme in meinem Kopf flüstert mir Dinge, die ich hier nicht (noch einmal) schreiben möchte aber ich habe keine Lust auf ein paar Leichen im Keller.

MEIN GARTEN

In Wien hätten wir keinen Garten, nur einen Park, den man sich mit den Junkies und/oder tausend anderen Bobo-Eltern und ihren Gschrappen teilt und der Weg dorthin war immer ein schnelles, von Lärm erfülltes von A nach B hetzen. Der Garten, unser Garten, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, ist wundervoll. Mika liebt es zu graben und zu wühlen, zu pantschen und er liebt es sich dreckig zu machen. Und ich liebe es ihm dabei zuzusehen, wenn er an dem kleinen Tisch, den wir ihm im Garten aus ein paar Ziegelsteinen und einer Holzplatte gebastelt haben, mit einer beneidenswerten Konzentration und Hingabe aus Erde, Gras und Wasser ein Essen für die ganze Baustelle kocht. Er hat mich auch schon eingeladen mitzukochen und das Stochern im Matsch und das Umwühlen mit den Händen im Dreck ist ein haptischen Vergnügen, echt.

DER WEG IST DAS ZIEL

Wenn Mika fertig ist mit Kochen, ruft er mich fast täglich zum „Kühe gehen!“ Damit meint er die Tiere vom Schaberl Hof, einem Bauernhof in Fußreichweite, bei dem wir immer Brot und andere Lebensmittel kaufen (allein die Tatsache, einen Biob-Bauernhof in Fußreichweite zu haben, tröstet mich). Es hat sich eingebürgert, dass wir einmal am tag von der Baustelle Richtung Schaberl Hof gehen. Ich sage bewusst „Richtung“, denn wir kommen nur an den wenigsten Tagen auch wirklich dort an. Viel wichtiger als die Kühe und der Hof, sind die Kleinigkeiten, die uns am Weg ins Auge stechen, die Kieselsteine unter unseren Füßen, die großen Steine, die man super werfen kann, der Käfer, der sich durch die Wiese plagt. Wann seid ihr zum letzten mal an einem Wegesrand gesessen? Ich meine nicht Cafe Latte schlürfend in einem Strassencafè, sondern mit dem Hosenboden in der Wiese und alles rundherum ist Natur.

DAS HAUS

Das Haus macht super Fortschritte, trotz aller Widrigkeiten. Man darf nicht auf alle Ratgeber hören, das darf man nicht. Man muss seine eigenen Meinung haben und gut aufpassen, dass man nicht irgendwann glaubt, es wäre die eigene Überzeugung, wenn man ständig zu hören bekommt „Das muss man schon so machen… Ich hätte das ja anders geplant… Das werdet ihr bereuen, machts doch lieber so…“
Claudia wiederum ging es auf die Nerven nie richtig mit dabei zu sein. So hat sie eben ihre Situation empfunden. Ohne jetzt näher auf Details eingehen zu wollen: wir haben beschlossen, dass es wohl das Beste ist, wenn sie die Baustellenleitung übernimmt und ich mich wieder mehr um unseren Sohn kümmere.

Die Heizkörper hängen an ihren Plätzen, alle Heizungsrohre im Wohnbereich sind gelegt, die Stemmarbeiten vorbei und alles schon grob verputzt. Heute und morgen bringt unser Maurer „Ich mehn mir jetzt endlich mal ein Bier“ Bruno noch den Feinputz an und am Wochenende wird schon Farbe an die Wände geklatscht. Unglaublich.

ZWEIFEL

Das liest sich alles super, aber mir gehts gerade nicht so gut mit unserer Entscheidung des Landlebens. Ich wollte nie Familienanschluss und was uns die Omas erleichtern, erschweren sie uns an vielen anderen Stellen. Ich lebe gerade ein sehr fremdbestimmtes Leben und komme mir sehr eingeteilt vor. Dazu kommt die sehr geringe Auswahl an Jobmöglichkeiten, die ohne Übertreibung katastrofal sind. Ich muss meine alten Kontakte wieder aktivieren, so geht das nicht. Das AMS macht hier wesentlich mehr Stress als in Wien, ich muss mich ständig bewerben. Morgen habe ich ein sinnloses Vorstellungsgespräch bei einem uninteressanten Unternehmen, die eine Stelle ausgeschrieben haben, für die ich heillos überqualifiziert bin. Mein Ansprechpartner hat mir bei der telefonischen Terminvereinbarung schon gesagt, dass es bei ihnen keiner sehr lange aushält. Was für Aussichten!

Es wird schon, das weiß ich. Ich hab nur gerade ein Tief. Morgen spann ich meinen Regenschirm auf, dann scheint sicher wieder die Sonne 🙂

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Wir reissen alte Mauern ein



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Ich zerstöre mein Leben gerne


Ich zerstöre mein Leben gerne, zum Beispiel mit dem Kauf eines sanierungsbedürftigen Hauses. Das wollte ich aber gar nicht schreiben, eigentlich hätte es heißen sollen: FÜR.

Ich zerstöre für mein Leben gerne (was so ein kleines Wörtchen ausmachen kann, was?) aber ich bekomme viel zu selten die Gelegenheit dazu. Der Gelegenheiten gibt es momentan genug und ich gehe in der Tätigkeit des Abrissunternehmens voll auf. Seit 5 Tagen, also noch nicht einmal einer Woche, gehört uns das Haus und in der Metamorphose vom Pesionsidyll zum Jungfamilienhaus, befindet es sich momentan im Zustand der Undefiniertheit voller Löcher, Dreck und guter Hoffnung. Innerhalb dieser 5 Tage haben wir es geschafft, etwas Bewohnbares in etwas Desaströses, ein Haus in eine Baustelle zu verwandeln und immer tiefer in den Sog der Sanierung zu rutschen. Es ist alles auf Kurs und solange wir arbeiten, geht es uns gut, wir dürfen nur nicht zu viel Zeit zum Nachdenken haben – ja, das hat sich noch immer nicht geändert. Nachdenken ist Gift, in einer Situation wie dieser und der nächste manisch-depressive Anfall lauert immer um die nächste Ecke. Also, was tun? Richtig, nie aufhören zu arbeiten – immer brav weiter zerstören!

zerstörtes Haus

Die Reinigung

Teil 1 unserer Unternehmung war aber eher reinigender Art. Ausmisten. Es ist unglaublich, was Menschen im Laufe ihres Lebens alles aufheben. Der Plan war eigentlich, alles was im Haus an Möbel und Einrichtungsgegenständen zu finden ist kurz und klein zu hauen, in einen Container zu werfen und auf die nächste Mülldeponie bringen zu lassen. Claudsch meinte dann aber, es wäre schade um die Möbel, sie seien sicher noch zu brauchen und wir sollten sie im Internet gegen Selbstabholung anbieten. Warum nicht. Ich schoss also ein paar Fotos von den Kästen und Schränken und bemerkte erst beim Hochladen der Fotos, dass ich von keinem einzigen Teil die Maße genommen hatte. So machte das natürlich keinen Sinn. Aber das brachte mich auf eine andere Idee. Meine Mutter kennt immer irgendjemand, der irgendjemand kennt, der vielleicht genau das brauchen könnte. Hab sie also angerufen, sie meinte, sie würde sich umhören, wüsste jetzt spontan aber niemanden. Das war eine Enttäuschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Sie machte jetzt nichts schlimmer, aber ich dachte mir, das Telefonat würde mich von den riesigen Einbauschränken befreien.

Manchmal braucht es aber lediglich ein paar Minuten Geduld, denn keine halbe Stunde später rief mich meine Mutter zurück, sie wolle mit einer Frau ins Haus kommen, die Interesse an den Möbeln hätte. Und was für ein Interesse die gute Frau hatte. Nicht nur, dass sie die beiden Kästen nahm, sie wollte auch die alte, schmierige Küche, den gesamten Hausrat und beinahe alles, was wir uns in diesem Haus nicht selbst behalten wollten. Zack, Tag eins und alle Möbel waren verschenkt und bis Samstag war alles aus dem Haus – unglaublich.

Gut, ich musste mich natürlich darum kümmern, dass das was ich als Mist und Berta als Einnahmequelle bezeichnete auf einen Haufen geräumt wird und mir war auch nach dem ersten Möbelstück klar, dass es wesentlich schneller gehen würde, wenn ich es selbst abmontierte, aber hey, das Zeug hatte einen Abnehmer und ich ersparte mir wieder einiges an Kosten.

Die Zerstörung

Die restlichen Arbeiten bis jetzt waren rein destruktiver Art und ich liebe es. Ich hatte mir vorgenommen, dass die Holzdecken das erste wären, das ich rausreißen würde und es war mir ein höllisches Vergnügen das mit brachialer Gewalt und unter ebenso brachialen Muskelschmerzen zu tun. Die Seitenhiebe meines Schwiegervaters („Alles muss er kaputt machen“) nahm ich mit dem Lächeln eines Zen Mönchs zur Kenntnis.

Für Sepp ist das schwer zu verstehen, dass man in einem Haus so leben möchte, wie es einem selbst gefällt und nicht in einem Umfeld, das so sicher noch Jahrzehnte lang Bestand hätte und schon da ist. Ich habe ihm gegenüber diesen Vergleich nicht gebracht, aber falls ein Kuhfladen mein einziger Besitz wäre, würde ich auch versuchen ihn rosarot zu lackieren, anstatt ihn braun zu lassen. Würde mir eben besser gefallen. Sepp würde ihn sicher in seiner natürlichen gestalt lassen, denn alles andere würde eine unnötige Investition und (Gott bewahre) vielleicht sogar eine Wertminderung darstellen. Was existiert und keine Mängel aufweist ist schön genug. Eigentlich eine beneidenswerte Einstellung.

Ich bin nicht so. Ich will das alles nicht und jede Sekunde zuviel mit diesem atlten Klumpert bringt mich mehr in Rage – ich muss es zerstören!

Und das tue ich wie gesagt auch unablässig. Ich reisse die Holzdecken raus (das ist mehr Arbeit als man jetzt ahnen mag), haue die übrigen Möbel kurz und klein, reisse den funktionslosen Kachelofen im Wohnzimmer ein und so weiter und so weiter.

Dazwischen kommt immer wieder irgendjemand, der sich dieses oder jenes abholt und so bleibt eigetlich kaum etwas übrig, das ich noch auf den Müllplatz bringen muss.

Der Wiederaufbau

Das Eigenartige an dieser Situation ist ja, dass man sich in der destruktiven Arbeitsphase bereits über den Wiederaufbau Gedanken machen muss. Zum Beispiel über die Heizung und hier gab es bei weitem die positivste Überraschung. Wir hatten schon damit gerechnet, den großen Kellerraum, in dem sich momentan die Werkstatt befindet, als Heizraum verwenden zu müssen. Zwei von drei Installateuren hatten uns gesagt, dass sich Kessel und Pelletstank im kleinen Raum nicht ausgehen werden, da die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten werden können. DI Kostov war mit Abstand der Engagierteste, der sein Angebot zwar nach hinten verschoben hat, dafür aber mit einer Lösung kam, die uns alle befriedigt.

Wir müssen jetzt nur mehr den neuen Energieausweis abwarten und hoffen, dass der nicht zu schlecht ausfällt. Ein sehr sarkastisches Danke, liebes Atelier Schwemmer, das hätte unkomplizierter gehen können, wenn ihr euren Job gewissenhaft erledigt und nicht blind auf irgendwelche Software vertraut hättet.

Das Ende?

Ich hoffe nicht. Ich hoffe, nicht. Welcher Satz ist richtig formuliert? So oder so, morgen faehren wir ins Möbelhaus und lassen die Küche planen *seufz* 😉

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Eingeordnet unter Haus, Ranshofen, Umbau

Ich hab das alles nur gut gemeint


Man nimmt sich so viele Dinge vor, wenn man einmal Zeit zum Durchatmen hätte. Blogartikel schreiben, anderen Blogartikel schreiben, Lesen, nicht angfressn sein, sich weiter um die Hausplanung kümmern, Social Media Kram erledigen, alte Bekannte treffen und so weiter. Ich habe erstaunlich viel davon geschafft, einiges von vorn herein gleich wieder verworfen und manches als unwichtig abgestempelt. Ein ganz normaler Prozess der Entscheidungsfindung also.

Familienausflug

Familienausflug

Meine Familie ist am Freitag nach Krems gefahren. Erst sollte ich mitfahren, bin ich aber dann doch nicht. Ich hab mich nicht sehr wohl gefühlt bei dem Gedanken aus dem Exil in Urlaub zu fahren und dort dann auch wieder zugast zu sein. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich mich hier alleine noch deplatzierter fühle als wo anders. Was tut ein gelangweilter Vater also, der seine Familie seit Abfahrt des Zugs vermisst? Richtig, er sucht sich eine neue Familie. Wobei, neu kann man nicht sagen. Er flüchtet sich in seine erweiterte bzw. Sekundär- und Tertiärfamilien, den sogenannten Freundeskreis, der mittlerweile derart mit Kindern von 0 bis 6 Jahren gespickt ist, dass es, naja, eine, naja, Freude…ist.

Kindersegen

Alleine die Familie P. hat schon 3 Gschrappen, die anderen P. weitere 2, aber der Ältere war diesmal nicht dabei, der T. und die C. haben eines und eins im Ofen und normalerweise sind da noch wir, 2 Große, ein Kleiner und alle treffen sich sowieso immer bei den Ps. Ich war also auch bei den Ps, weil ich, wenn ich ganz ohne Familie bin, die Ruhe gar nicht aushalte und dann immer Familiengeräusche brauche, die mich aber nichts angehen und Kinder, zu denen man sagen kann: „Du, jetzt nicht.“ und dann passt das, weil man muss ja nicht, man ist ja nicht vereltert mit denen. Herrlich.

Ich hab, wie ich noch Single, schlank und kinderlos war (jetzt tu ich so, als hätt ich das Kind ausgetragen), also damals in der guten, alten Zeit, da hab ich auch schon immer gerne Kinder anderer Menschen um mich gehabt. Zumindest eine Zeit lang, bis sie nerven, dann schickt man sie wieder zu den Eltern zurück oder liest einfach weiter im FHM. Das gibt’s jetzt auch nicht mehr. Also, weder das FHM, noch dass ich mein Kind so einfach wegschicken könnte. Der muss sich dann ja gleich wieder so aufregen und dann granteln wir uns gegenseitig an, er gewinnt, schreit aber weiter, ich gehe, er rennt mir nach, schreit mich an, weiß vermutlich gar nicht mehr warum, ich beruhige mich, will ihn nehmen, er rennt weg, schreit lauter, ich bin verwirrt, weiß nicht was ich tun soll, denke an den schönen, weißen Strand auf Koh Tao und zwei Minuten später spielen wir mit der Holzeisenbahn.

Koks

Ehrlich gesagt, habe ich nie FHM gelesen. Ich wollt nicht Playboy schreiben und schon gar nicht brand eins, das ist ja nur mehr fad und spießig. Genau wie Werbung ohne Koks – fad und spießig. Schau dir die ganzen Kleinagenturheinzis an von Krems bis Braunau – f&s. Ich mag kein Koks mehr. Ich hab das letzte mal vor………ist schon einige Jahre her – interessanterweise in Braunau, ahja und dann nochmal in Wien und…egal. Aber das ist auch der Grund warum ich keine Werbung mehr mag und der G. hat mir am Abend 39,90 vorspielen müssen. Ein französischer Film über einen Werber und der eine stürtzt sich schon ganz zu Beginn vom Dach der Agentur. Wo er doch genau weiß, dass mich das wieder in eine Sinnkrise stürzt, weil wir alle böse sind und zu dieser scheiß Welt beitragen.

Das hat mich wieder mal an Bill Hicks erinnert.

Und trotzdem mache ich weiter. Ich arbeite nicht für Nestle, nicht für Mercedes oder sonst einen Scheißkonzern, der diese Welt kaputt macht – zumindest noch nicht – und trotzdem leiste ich meinen riesen Beitrag dazu, dass sich in unserer Gesellschft nichts und niemand verändert. Jetzt fang ich schon an euch zu langweilen, richtig?

Der Artikel ist viel zu lang, sollte man kürzen, die Aufmerksamkeitsspanne – das schafft keiner so lang. Dazwischen ein Foto und ein Video, das ist gut – da will man hin. Die Copy mit Überschriften teilen – gut fürs SEO, super für den Leser. Familie, Kinder, Drogen – super. Gib noch ein Zitat rein, dann simma fertig.

Come back!

Mein Gott, bin ich froh, wenn ich meine Familie wieder hab, dann brauch ich mir über sowas nicht mehr den Kopf zerbrechen, dann weiß ich wenigstens, warum ich den ganzen Scheiß hier mache.
„Papa, warum hast du das alles getan?“
„Mika, ich habs nur gut gemeint. Ich wollt, dass wirs schön haben. Das war alles nur für uns, für dich.“
„Für mich hättest das nicht tun müssen.“
„Ich weiß.“
„Also, warum dann?“

Schlaft gut, liebe Konsumenten

Ein Kommentar

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So lange ich lebe


Meine derzeitige finanzielle Situation ist nicht sehr zufiedenstellend. Das habe ich nicht erst bemerkt, aber das erste Mal zu spüren bekommen, als ich gestern in der Niedermaier Filliale am Stadtplatz einen neuen Handyvertrag abschließen wollte.

Mobilfunktechnisch bin ich noch nicht im 21. Jahrhundert angelangt. Ganz im Gegenteil, ich mache bei jedem Handywechsel Rückschritte in Richtung 1990. Das wollte ich ändern, das gehört geändert. Ich soll schließlich wissen, wovon ich rede und womit ihr, liebe Zielgruppe, eure Freizeit verbingt. Das ist zumindest die Ausrede meiner linken Gehirnhälfte, warum ich ein gottverdammtes Smartphone brauche. Meine rechte Gehirnhälfte weiß schon sehr lang, dass ich so ein Ding haben muss, weil der Spieltrieb ja sowas von angesprochen wird, dass Widerstand auf emotionaler Basis vollkommen sinnlos ist.

Auf jeden Fall stehe ich dort beim Niedermaier und will einen 3 Vertrag, den mir die junge Verkäuferin mit den rot gefärbten Haaren und dem Nasenring auch gerne in perfekten Innviertlerisch anbietet. Leider weiß sie nicht, wie man ein Android am besten mit dem Mac synchronisiert. Ein Manko, über das man als Nerd aber gerne hinwegsieht, Hauptsache eine junge Frau spricht mit einem und lächelt auch hin und wieder.
Umso peinlicher, wenn dann, nach dem ohnehin schon äüßerst kompromitierenden Führerscheinfoto auch noch die Bonitätsprüfung Alarm schlägt und in großen roten Buchstaben ANTRAG ABGELEHNT auf den Bildschirm schreibt.

Fuck you, you fuckin 3 Fuck, son of a ruf-mich-an-nummer.

Na und sonst war der gestrige Tag auch für Arsch und Friedrich. Doch, das muss man so sagen dürfen, auch wenn ich mich bei allen Friedrichs entschuldigen möchte – also, der Tag war fürn Arsch.

Jetzt habe ich mich endlich mit meinem potentiellen Arbeitgeber getroffen, der mir mal 25 Stunde fix zugesagt hätte. Nein, hatte, nicht hätte, das will ich genau festhalten. Denn genau das ist jetzt der Haken. Irgendwie ist der Herr Werber in einen Konjunktiv verfallen, der mich glauben ließ, er hätte das nicht getan…ähm…also, mir den Arbeitsplatz versprochen. Wie lange sollen wir denn noch in Kontakt bleiben? Ich bin hier! Ich habe gesagt, dass ich ab Mai bereit bin zu arbeiten und vorher auch schon Kleinigkeiten erledigen kann. Was soll ich noch sagen?
Und jetzt hab ich keine Ahnung, ob ich ab Mai eine Arbeit habe oder nicht. Genau darauf habe ich mich gefreut – nach Oberösterreich ziehen, um hier Arbeit zu suchen. Ich bin kein CNC Fräser, abgesehen davon, dass ich nicht mal weiß, was CNC bedeutet. Connected Network Counselor? Mir fallen noch ein paar Worte mit C ein, aber ich war für heute schon ausfällig genug.

Ansonsten sind Claudsch und ich dabei uns auf die grundlegende Gestaltung unseres Hauses zu einigen. Man möchte meinen, man erledigt sowas bevor man die Handwerker holt. Tut man aber nicht. Aber nachdem jetzt jeder einmal beleidigt war und den anderen als vollkommen wahnsinnig abgestempelt hat, gehts wieder und wir sind uns echt einig. Einig darüber, wie die Räume aufgeteilt sind, welches Heizsystem mit welchenKaminen verwendet wird (echt, das war ein großes Thema) und einig darüber, dass die Handwerker Preise verrechnen, die nahelegen, der Kamin würde innen vergoldet oder zumindest nach Gustav Klimts Vorbild gestaltet wird.
Es gibt viel zu tun und mir ist mittlerweile schon sehr viel egal, solange ich lebe. So lange ich lebe.

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Eingeordnet unter Handwerker, Haus