Kellerkram und andere Schätze (Teil 6) – Oszilloscop


Oszilloscop

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Kellerkram und andere Schätze (Teil 5) – Donauland Kofferradio


Donauland Kofferradio

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Geburtstag


Ich habe heute Geburtstag und keinen Ort mich zu verstecken.

Die letzten Jahre habe ich immer den Schutz der Großstadt genutzt, um der Heerschar an Gratulanten und Wir-wollen-Party-feiern-Menschen zu entgehen und meinen Geburtstag mit mir alleine zu verbringen.

Das ist ja auch ok so. Kein Mensch sollte sich an seinem Geburtstag gezwungen fühlen, etwas anderes zu machen, als das, was er gerne macht. Ich bin gerne alleine. Für mich ist das auch kein Problem und alleine der Gedanke an die Menschen, die beleidigt sind, wenn sie mich an meinem Geburtstag nicht erreichen, um mir zu gratulieren, makes me sick.

Schauen wir uns das Problem mal genauer an:

Ich kam durch einen Kaiserschnitt zur Welt. Das heißt, meine Mutter war in gewisser Weise bei meiner Geburt nicht anwesend – ich war auf der Welt und das erste mal alleine, schön. Ich weiß nicht, wie der Arzt heißt, der mich auf die Welt gebracht hat und ob der überhaupt noch lebt aber mit dem würd ich auf jeden Fall auf ein Bier gehen.

„Was war meine Leistung?“ fragten sich bekanntlich schon einige Österreicher, wenn auch nicht im Kontext der eigenen Geburt. Ich habe nichts dazu getan, um zur Welt zu kommen. OK, ich hab auch nicht viel dagegen gemacht aber seien wir uns ehrlich, was waren meine Optionen? Ich bin trotzdem der Meinung, dass an diesem Tag eigentlich jene Frau im Mittelpunkt stehen sollte, die mich 9 Monate im Bauch getragen, ohne Unterstützung eines Partners aufgezogen und ernährt hat.

Soviel man seinen Müttern auch vorwerfen kann, die meisten haben getan, was sie konnten.

Also, bitte. Wenn ihr heute unbedingt irgendjemandem gratulieren müsst, dann gratuliert meiner Mutter, dass sie trotz der Aufzucht eines Monsters noch immer quietschfidel und wohlauf ist. Danke.

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Kellerkram und andere Schätze (Teil 4) – Transistorradio


Vanguard Minerva

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Wie ich mich fühle? Eh gut, danke.


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Herr der Fliegen


Spinnen Sie? Ich meine, mögen Sie Spinnen? Ich hab die Viecher gehasst, bis ich ein Haus mit Garten und Mülltonne am Rande des Augebiets gekauft habe.

Wenn man einmal eine Müllabholung verpasst, kann das weitreichende Folgen haben. Vor allem, wenn man in der vergangenen Woche für 10 Erwachsene und 10 Kinder Fisch gegrillt hat und die Mülltone berstend voll mit Karkassen der verspeisten Tiere sind. Wissen Sie wie viele tausend Maden in eine herkömmliche 90 Liter Mülltonne passen und wussten Sie, dass die Maden gegen Essig, Insektenvernichtungsmittel und Ekelgefühle vollkommen immun sind?

Nichts hat geholfen, nichts! Und wenn man beim Vortrag der Kinderbücher aufgepasst hat, weiß man, dass Maden meist keine Maden bleiben, sondern sich in etwas mit Flügeln verwandeln. In unserem Fall wars leider nicht so, wie unser Junior vermutete, dass sich all die kleinen Raupen Nimmersatt in schöne bunte Schmetterlinge verwandelten. Nein, unsere Maden waren stinknormale Stubenfliegenlarven und entsprechend hoch ist nun die Population dieser kleinen, lästigen Biester.

Ich kann nicht mehr. Sobald ich eine Fliege höre oder sehe, muss ich sie töten. Beim Fenster raus scheuchen ist keine Option mehr. Sie muss sterben.
Ich weiß, wenn man das so liest, hört es sich furchtbar brutal an aber würde sich noch eine Fliege in mein Gesicht setzen, ich müsste meinen Kopf zum Explodieren bringen, um sie mit in den Tod zu reißen.

Was das nun bedeutet?

  1. Ich habe neue Verbündete
  2. Ich habe ein neues Hobby „Fliegenklatschen“
Meine Verbündeten sind die Spinnen. Anfangs fand ich, dass es am Land bedeutend zu viele Oktopoden gibt aber jedes Flügelvieh, das sie übernehmen, erspart mir einen Hieb mit der Fliegenklatsche. Sie dürfen groß und klein sein, einen fetten Hintern haben oder schnell davonlaufen, das ist mir mittlerweile alles egal. Hauptsache, Sie fressen Fliegen. Ich frag mich nur, was wir mit unserer Fischgrillerei losgetreten haben. haben wir das ökologische Gleichgewicht in unserem garten derart ins Schwanken gebracht und als nächstes droht uns eine Spinnenflut? And what’s next? Krötenexplosion?
Um nicht völlig die Kontrolle zu verlieren, muss ich selbst Hand anlegen, habe mir aus diesem Grund eine Fliegenklatsche besorgt und kann mit Fug und Recht behaupten, es war die beste Investition seit Jahren. Vom Haus abgesehen und meinem Computer. Aber mit einem 27″ iMac kann ich keine Fliegen erschlagen. Ich meine, ich könnte schon aber erstens wäre der Anblick einfach nur skurril und komisch und ich habe nicht die Absicht, als Mann mit der schwersten und teuersten Fliegenklatsche ins Guiness Buch der Rekorde zu gelangen.
Deswegen Fliegenklatsche und voll zufrieden. Wait, my spidersenses are tingling! Ich muss zur Tat schreiten, die Biester fallen über meinen schlafenden Sohn her.

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Kellerkram und andere Schätze (Teil 3) – Comodore 64


C64

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Feuer und Musik


Ein Feuer hat etwas Magisches, etwas unheimlich Anziehendes und gleichzeitig sehr Beruhigendes, sofern es kontrolliert brennt 😉 Und anscheinend gibt es für Männer im besten Alter, also meinem Alter, nichts Schöneres, als am Feuer zu sitzen und bei guter Musik und Bier hineinzustarren.

Ja, ich bin keine 20 mehr und ich hab, seit ich hier wohne, noch nie das Bedürfnis gehabt, eines dieser Lokale aufzusuchen, in denen Menschen, die allesammt gut 10 Jahre jünger sind als ich, sich zecks Stimmungsaufhellung und späterer Begattung, volllaufen lassen. Vielleicht hast du recht und der Neid spricht aus mir. Vielleicht hast du auch recht, wenn du sagt, ich wär ein alter Sack und sollte ohnehin zuhause bleiben. Vielleicht ist das Konzept des „Fortgehens“ aber auch überholt und gehört überdacht und ersetzt.

Ich kenne den wahren Grund, warum ich nicht raus will. In vielen dieser Lokale habe ich als Jugendlicher meine Spuren hinterlassen und als ich vor 16 Jahren nach Wien gezogen bin, habe ich diese Spuren mit einem erleichterten Seufzer hinter mir gelassen. Nicht sofort aber stetig. Wie einen von Schuldgefühlen geplagten Täter, trieb es mich die ersten paar Jahre immer wieder an die Orte der Versumpfung zurück, bis ich erkannte, dass das auch nix hilft.

Mein Bewusstsein entschloss sich irgendwann, unterstützt von Unmengen an Alkohol, sich nicht mehr an die Zeit der Selbstzerstörung zu erinnern und ich kann mich nur mehr an Begebenheiten oder Menschen aus der Zeit zwischen 1990 und 2000 erinnern, wenn mir jemand davon erzählt. Selbst dann sind die Erinnerungen sehr verschwommen oder vorgetäuscht. „Ahh ja, weiss schon…“ – nix weiss ich. Warum sollte ich mich auch an all die Erniedrigungen erinnern wollen.

Jetzt, da ich und einige andere Ex-Wiener wieder in der Heimat unserer Jugendzeit wohnen, scheint es für den ein oder anderen interessant zu sein, an die Tatorte der Jugendlichkeit zurückzukehren und das Werk fortzuführen. „Is doch klass!“ hör ich sie sagen. „Warum nicht?“ hör ich sie fragen.

Weil ich nichts mehr wissen will von meinen Saufgelagen mit den alten Kumpels und nicht in einer Suppe aus Melancholie und Wir-sind-eh-noch-cool badend, die Geschichten immer und immer wieder aufgetischt bekommen möchte. Dazu sind nicht mal andere Menschen notwendig. Es reichen schon alte Flecken an der Wand, der Fliesenboden und die Garderobe in miefigen Kellerlokalen, der Geruch von Bosna oder der Klang eines Saxophons durch 3 Brandschutztüren.

Das Feuer des Fortgehens ist auf Sparflamme geschalten, dafür brennen die Feuer in unseren Gärten umso heller.

Warum sollte ich in irgendein Lokal gehen, in dem sie Musik spielen, die mir auf den Sack geht, wenn ich mit meinen Kumpels Jimmy Hendrix, Flaming Lips und Frank Zappa am Lagerfeuer hören kann. That’s all I need.
Und es ist schön, wenn die Höhepunkte sich in Form eines alten Weihnachtsbaums zeigen, der in den Feuerkorb gesteckt wird un der in Windeseile, mit meterhoch züngelnden Flammen abbrennt. Wenn sich alle um das Feuer Versammelten gleichzeitig denken: „Wenn der noch lange brennt, kommt die Feuerwehr!“ Und sobald die Flammen wieder kleiner werden, ein gemeinsames, verschworenes Lächeln aufsetzen und zur Bierflasche greifen.

Das gibt mir wesentlich mehr, als ein „Geil war es gestern wieder in der Alm-Bar!“

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Kellerkram und andere Schätze (Teil 2) 64er Magazine


64er Magazine

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Kellerkram und sonstige Schätze (Teil 1) – Dahle 77 Spitzer


Ein altes Haus kann eine richtige Schatztruhe sein. In der Serie Kellerkram und sonstige Schätze zeige ich euch Dinge, die wir beim Entrümpeln gefunden und dann doch nicht weggeworfen haben.

Spitzer

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